Amanda Knox der „Engel mit den Eisaugen“, seit Jahren ist ihr Name nicht mehr aus den Medien weg zu denken. 2009 wurde die Amerikanerin schuldig gesprochen, ihre Mitbewohnerin Meredith Kercher in Italien, in Perugia, sexuell genötigt zu haben und sie dann im Anschluss mit ihrem Freund Raffaele Sollecito getötet zu haben. Dies soll am 2. November 2007 geschehen sein. Deshalb wurden beide zu 26 und 25 Jahren Haft verurteilt.
Amanda Knox soll auch noch ein zweites Opfer auf dem Gewissen haben. Diya „Patrick“ Lumumba. Nach Knox soll er Meredith Kercher ermordet haben. Lumumba war nämlich ihr Chef. Er saß wegen der Anschuldigungen sogar zwei Wochen im Gefängnis, wurde dann jedoch frei gelassen. Der Anwalt des Geschädigten, Pacelli, beschreibt Knox als eine Person in der zwei Seelen ruhen, eine Heilige und eine dämonische, satanische Teufelin, die sie in der Mordnacht angetrieben hätte. Der Mord sei schrecklich grausam gewesen. Ihr wäre die Kehle durch geschnitten worden und ihr Körper sei mit 40 Messerstichen übersät.
Seit Anfang an bestreitet Knox die Vorwürfe, weswegen ein neues Verfahren aufgenommen wurde. Es ist fraglich, warum sie die Tat so vehement bestreitet, wenn doch alle Beweise gegen sie Sprechen. Fraglich bleibt, ob Pacelli nicht vielleicht recht hat und zwei Seelen in Knox ruhen. Auf das Ergebnis wird gespannt bis zu einem neuen Urteil gewartet.
Die Verteidigung trat am vergangenen Dienstag mit mit ihrem Plädoyer an. Sie hatte in den vergangenen Monaten versucht die DNA-Beweise zu entkräften. Die beauftragten Gutachter kamen zu dem Schluss, dass die Spurensicherung wissenschaftliche verfahren nicht sachgemäß angewendet haben. Dies wurde jedoch von den Staatsanwälten zurück gewiesen.
Nun wird auf das Urteil gewartet, welches Anfang Oktober erscheinen wird.