Berlin, die Hauptstadt der Kriminalität

Wie in jedem Jahr gibt es am Ende nicht nur Positives zu berichten: in der Landeshauptstadt Berlin ist erstmals seit Jahren die Kriminalitätsrate wieder angestiegen und sorgt damit für Unmut bei den Bürgern und in der Politik. Die Anzahl der angezeigten Straftaten liegen mit 454.000 um 4,3 Prozent höher als im Vorjahr und lässt die ersten Kritiker nach mehr Sicherheit auf den Straßen Berlins schreien. In vielen Köpfen kommt beim Thema Kriminalität zuerst die massive Gewalt von sogenannten U-Bahn-Schlägern, die im Jahr 2011 regelmäßig thematisiert wurde. Doch glaubt man den statistischen Zahlen, müssen sich die Berliner weniger um ihre eigene Sicherheit sorgen. Die Zahl der Gewalttaten stiegt nicht an. Hauptgrund für die gestiegene Kriminalität sind stattdessen Eigentumsdelikte und Trickbetrügereien. Demnach stieg vor allem die Zahl der Wohnungseinbrüche stark an und liegt um 24 Prozent höher als im Vorjahr. Auch Fahrräder werden immer öfter entwendet.

So stieg die Zahl der angezeigten Diebstähle um 30 Prozent. Pro Tag muss man davon ausgehen, dass etwa 65 Fahrräder unfreiwillig den “Besitzer” wechseln. Der massive Anstieg von Einbrüchen und Diebstählen scheint in erster Linie auf das Konto von organisierten Banden zu gehen, die in vielen Fällen in Osteuropa zu Hause sind. Die Nähe Berlins zu Osteuropa wird der Hauptstadt dabei zum Verhängnis. Gestohlene Güter sind in kürzester Zeit aus Deutschland verschwunden und sind kaum wieder auffindbar. Ein entscheidender Grund, warum die Aufklärungsquote bei Diebstählen so niedrig ist. So wird etwa nur jede vierte Straftat aufgeklärt und noch seltener bekommt der ursprüngliche Besitzer auch sein Eigentum wieder zurück. Um der negativen Entwicklung entgegenzuwirken sollen in den nächsten Jahren 250 neue Polizisten eingestellt werden. Dabei soll der Fokus auf eine höhere Präventionsarbeit gelegt werden.

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