
Polizeiautos © Bernd Kröger - Fotolia.com
“Wenn ich Mercedes fahren will, fahre ich Taxi” – so lautet ein bekannter Spruch vieler Kneipengänger, wenn sie nach einem süffisanten Tag nicht mehr den Weg nach Hause finden. Allerdings könnte es auch einfach und vor allem billiger gehen: mit der Polizei. Diese nämlich hat viele Autos in ihren Reihen, die den silbernen Stern auf der Motorhaube tragen. Diese Kooperation zwischen Mercedes und der Polizei soll aufrecht erhalten werden.
Dazu bestellte das Innenmisterium wieder einmal ein paar Fahrzeuge aus dem Hause Mercedes. Insgesamt wurden 1200 Mercedes Sprinter bestellt, also die großen, die beispielsweise bei Verkehrskontrollen, Fußballspielen oder Demonstrationen eingesetzt werden. In den kommenden Jahren sollen die neuen Fahrzeuge so den Weg auf die Parkplätze der Polizeidienststellen finden und dann auch eingesetzt werden.
Mercedes wurde durch eine europaweite Ausschreibung des Bundesministerium des Inneren ausgewählt. Die insgesamt 1233 Transporter werden in unterschiedlichen Ausrüstungen und Ausführungen angefertigt. Für die Motorsportfreunde gut zu wissen ist der Fakt, dass die neuen Fahrzeuge einen Vierzylinder-Dieselmotor besitzen.
Und auch die Umweltfreunde kommen auf ihren Kosten, denn serienmäßig haben alle neuen Transporter die Abgasnorm 5 und einige die strengere und bessere Umweltvariante, die die EEV erfüllen. In Deutschland werden sie angefertig, einmal in Düsseldorf und im Osten, in Ludwigsfelde – in den dortigen Mercedes Benz-Fabriken.
Und so findet nicht nur mancher Betrunkener den Weg in die Ausnüchterungszelle, sondern auch direkt ins Gefängnis, wenn wieder einmal jemand über die Strenge geschlagen hat. Wem das zu peinlich ist, nimmt lieber das gelbe Taxi. Hier hat die Überzahl der Autos auch einen silbernen Stern – übrigens gerne beliebt bei Langfingern – auf der Motorhaube.