Kriminalität: Jeder 6. Jugendliche ist betroffen

 

© dankos - Fotolia.com

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Eine neue Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachen zeigt, dass jeder sechste Jugendliche in Deutschland mit Kriminialität in Berührung kommt und jeder Achte Opfer einer Körperverletzung wird.

In der neuen Studie schneidet die Hauptstadt nicht weniger schlecht ab, als der Rest der Republik. Laut Christian Pfeiffer, Direktor des Instituts habe Berlin keine deutlich höhere Kriminalitätsrate, als andere Großstädte Deutschlands. So wurde in Berlin ungefähr jder sechste Jugendliche in den letzen zwölf Monaten Opfer von kriminellen Akten. In Umfragen gaben 17,9 Prozent an, erpresst, beraubt oder geschlagen worden zu sein. Der Bundesdurchschnitt liegt hierbei, laut der Studie, bei 16,8 Prozent.

Bei den verschiedenen Tatbeständen fällt Berlin dennoch bei Angriffen in der U- oder S-Bahn als abweichend vom Bundesdurchschnitt auf. Die Kriminologen geben an, dass vor allem in Haushalten mit muslimischen Hintergrund ein Männlichkeitsbild vermittelt wird, welches auf Gewalt basiert und somit zu einer höheren Kriminalitätsquote Jugendlicher aus diesem Hintergrund führe.

Der Migrationsrat Berlin-Brandenburg bemängelte dagegen den Fragekatalog der Forscher, der Datenschutz und psychische Belastbarkeit der Befragten verletze.

Überraschend gut schneidet die Präventionsarbeit der Berliner Schulen und der Polizei ab. Sie wird als vorbildlich gelobt und führt zu weiteren Forderungen seitens des Institutes. So sollen Videoüberwachung und Kontrollen auf Bahnhöfen ausgeweitet werden. Darüber hinaus wird gefordert, dass gewaltätige Computerspiele weiter eingeschränkt, gegen Schulschwänzer vorgegangen und der Gewalt in Familien vorgebeugt werden muss.

Angelastet wird den Berliner Schulen die mangelnde Zusammenarbeit. So habe das Institut 305 Klassen der Jahrgangstufe 9 per Zufallsprinzip ausgesucht, wovon aber nur 184 mitgemacht hätten. Dies führe zu verfälschten Daten, da das Ziel der Studie sein soll, die tatsächlichen Zahlen von Kriminalität und Gewalt zu erforschen.

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